Luftverschmutzung und Fahrverbote

In der öffentlichen Debatte werden die Begriffe Klima- und Umweltschutz häufig wie Synonyme verwendet, was jedoch nicht immer der Fall ist. Die lässt sich am besten am Beispiel der Atomkraft zeigen, die als Maßnahme für den Klimaschutz propagiert werden kann, weil bei der Erzeugung von Atomstrom keine Treibhausgase freigesetzt werden. Dies entspricht auch dem Argument der Atomlobby, dass Atomenergie sauber wäre und einen wesentlichen Anteil dazu beitragen könnte, die Emissionen zu senken. Umweltschützer würden an dieser Stelle jedoch energisch widersprechen. Denn auch wenn es stimmt, dass Atomstrom emissionsneutral produziert wird, so verursachen der strahlende Atommüll und dessen langfristige Lagerung durchaus Probleme.

Saubere Luft auch in den Städten

Ein Punkt, an dem sich Umwelt- und Klimaschutz überlappen, ist hingegen die Luftverschmutzung in den deutschen Städten. Seit der Dieselaffäre ist das Wort Stickoxid in aller Munde. Stickoxid ist in zu hoher Konzentration nicht nur schädlich für Flora und Fauna, sondern besonders für ältere oder gesundheitlich angeschlagene Menschen ein Problem. Beispielsweise kann eine hohe Stickoxidbelastung die Beschwerden von Menschen mit Atemwegserkrankungen verschärfen. Aber Stickoxid ist auch ein Treibhausgas, dessen Ausstoß die Erderwärmung vorantreibt.

Luftverschmutzung durch Abgase

In Deutschland ist die Automobilbranche eine Schlüsselindustrie, weshalb deutsche Politiker stets in Brüssel intervenieren, wenn auf EU-Ebene ein Gesetz verabschiedet werden soll, das die deutschen Autobauer schwächen könnte. Klimaschutz wurde also wirtschaftlichen Überlegungen und dem Schutz von Arbeitsplätzen untergeordnet. Lange Zeit schien es so, als wären alle Versuche, für bessere Luft in den Städten zu kämpfen, zum Scheitern verurteilt.

Es waren letztlich auch nicht Politiker, die gegen die Luftverschmutzung in den deutschen Städten ins Feld zogen, sondern die Deutsche Umwelthilfe. Diese ist für ihr Vorgehen teils heftig kritisiert worden, andererseits hat die Politik nichts unternommen, als die vorgeschriebenen Grenzwerte in immer mehr Städten nicht eingehalten wurden. Erst die Rechtsprechung der Gerichte zwang die Politik zum Handeln.

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